Artikel-Schlagworte: „Giftpflanzen“

Giftpflanzen, Kinder und Informationen aus dem Internet…

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Artikel über Akeleien erscheinen. Und darüber, wie viel Spaß Kinder im Garten mit manchen Pflanzen haben können.

Dann bin ich aber auf die (mir vorher unbekannte) Tatsache gestoßen, dass die Akelei giftig ist.

Oder doch nicht?

Akelei – giftig oder nicht? Das finden Sie im Internet…

Zum Thema giftige Pflanzen für Kinder gibt es jede Menge Informationen im Internet. Wenn Sie sich selbst einmal kurz nach der Akelei umsehen, dann finden Sie folgendes:

  • Die Akelei ist sehr giftig.
  • Die Akelei ist nur schwach giftig.
  • Die Akelei enthält Stoffe, die schon bei Kontakt giftig sein können.
  • Die Akelei ist eigentlich gar nicht giftig (oder nur so schwach, dass es unwichtig ist).
  • Die Akelei wurde früher als Heilpflanze eingenommen.
  • Die Akelei ist zwar giftig, durch Trocknen oder Erhitzen verliert sich das aber.

Ja was denn nun??

Giftige Pflanzen für Kinder – Wo Informationen finden?

Ich habe auf eine weitergehende Recherche verzichtet, da auf die Informationen im Internet zum Thema giftige Pflanzen für Kinder offensichtlich in diesem Fall kein Verlass ist. Und die nächste Bibliothek mit passendem Material ist nicht nur ein Stück weit weg, sondern hat auch Sonntags Abends leider nicht geöffnet… ;-)

(Und nach meiner Erfahrung mit der Internet-Recherche zur Akelei würde ich Ihnen raten: Wenn Sie Informationen über Giftpflanzen in Haus oder Garten suchen, dann besorgen Sie sich ein entsprechendes Buch. Einen Überblick über die erhältlichen Giftpflanzen-Ratgeber erhalten Sie z.B. bei Amazon.)

Giftige Pflanzen für Kinder – was ist IHRE Meinung?

Ich habe ein Weilchen überlegt, ob ich meinen Artikel über die Akelei nun schreiben soll, und ob ich die (vermeintliche oder echte) Giftigkeit nun erwähnen muss. Schließlich sehen Eltern Dinge wie Giftpflanzen sehr unterschiedlich, und in Gefahr bringen will ich natürlich keinen mit meinen Artikeln hier im Blog.

Deshalb interessiert es mich jetzt: Wie handhaben Sie das? Halten Sie Giftpflanzen konsequent aus Ihrem Garten fern? Erklären Sie Ihren Kindern, was sie anfassen und essen dürfen und was nicht? Wenn Ihre Kinder schon so groß sind, dass das kein Thema mehr ist: Wie haben Sie es dann früher gehalten?

In unserem Garten wachsen auch Giftpflanzen, und wir sehen das relativ entspannt. Die Kinder wissen, dass im Garten nichts ungefragt in den Mund gesteckt wird. Allerdings hat das mit unseren Kindern auch immer gut funktioniert…

Ich finde es aber auch wichtig, dass Kinder erfahren, dass es nicht gut ist, manche Dinge in den Mund zu stecken. Ansonsten lernen Sie es vielleicht irgendwann im Nachbargarten oder bei der Freundin auf eine unangenehme Art…

Und jetzt verraten Sie mir doch:

Wie halten Sie es mit Giftpflanzen und Kindern im Garten? Sehen Sie alles ganz locker? Haben Sie Grund, vorsichtig zu sein?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung zum Thema giftige Pflanzen für Kinder als Kommentar zu diesem Artikel. (Wenn Sie diesen Artikel auf der Hauptseite des Blogs lesen, müssen Sie zuerst oben auf die Titelzeile klicken, damit Sie auf die eigentliche Artikel-Webseite kommen. Dort können Sie dann unten einen Kommentar hinterlassen.)

Ich freue mich auf Ihre Meinung!

P.S.: So möchten trotzdem wissen, was ich eigentlich schreiben wollte? :-)

giftige Pflanzen für Kinder Akelei

Dies ist ein Bild von den Samenständen einer Akelei. Wenn Sie solche Samenstände jetzt im Spätsommer im Garten oder bei einem Spaziergang sehen, dann halten Sie mit den Kindern doch einmal das Ohr daran und schütteln Sie sie – die Samen der Akelei sind ein tolle natürliche “Rassel”.

Auch das Öffnen der Samenstände ist dann noch spannend. Wie sehen wohl die Samen aus, die solche Geräusche machen? Wieviele davon sind in einem Samenstand? Mal schauen, wer am besten geraten hat…

P.P.S.: Eine interessante Meinung zum Thema giftige Pflanzen für Kinder finden Sie auch in dem Interview über kindgerechte und naturnahe Gärten mit dem Naturgärtner Reinhard Witt, das ich kürzlich hier im Blog veröffentlicht habe…

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Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen heute einen besonderen “Leckerbissen” hier bei www.rutsche-und-schaukel.de bieten kann – ein exklusives Interview mit einem der bekanntesten Naturgartenplaner Deutschlands über naturnahe und kindgerechte Gärten. Ich hoffe, Sie finden hier viele Anregungen für Ihren eigenen Garten… :-)

Naturnaher Garten Kinder

Dr. Reinhard Witt ist ein freischaffender Biologe, Journalist und naturnaher Grünplaner, der sich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema naturnahe Gartengestaltung beschäftigt. Er leitet einen geprüften Fachbetrieb für naturnahe Grünplanung. Dr. Witt ist Autor zahlreicher Bücher zum Thema “naturnahe Gartengestaltung”. Sein neuestes Buch, “Naturnahe Rosen”, wurde mit dem Gartenbuchpreis 2010 ausgezeichnet.

Mehr Informationen über seine Veröffentlichungen und über naturnahe Gartenplanung finden Sie auf der Homepage von Dr. Reinhard Witt – Naturnaher Grünplaner.

Herr Dr. Witt, was kennzeichnet eigentlich einen Naturgarten, und warum ist es für eine Familie mit Kindern besonders empfehlenswert, einen Naturgarten anzulegen?

Schwerpunkt sind heimische Pflanzen, viele verschiedene Lebensräume, verschiedenste Standorte, insgesamt große Vielfalt, Materialien aus der Region, dazu eine steuernde und nich behindernde Pflege. Naturnahe Gärten nach unserem Bioland-Standard der “Fachbetriebe für naturnahes Grün – empfohlen von Bioland” haben biologische Stauden und Gehölze und dürfen z.B. keine Natursteine aus Übersee (Kinderarbeit), PVC-Folien (Gift) oder imprägniertes Holz (Gift) haben. Für Kinder sind Naturgärten als unglaublich reicher Erfahrungs- und Erlebnisraum von essentieller Bedeutung.

Naturgarten Kinder

Bringt ein Naturgarten nicht auch Gefahren für spielende Kinder mit sich, z.B. durch Giftpflanzen oder Dornen?

Es ist sogar notwendig, dass Kinder damit aufwachsen lernen. Das schult sie und stärkt ihre Entwicklung. Davon abgesehen kann man Krabbelkinder nicht einfach so in der Garten lassen, sie brauchen sowieso eine Betreuung. Das Thema Giftpflanzen wird oft hysterisiert. Nur wenige Pflanzen wie etwa Seidelbast sind wirklich giftig, der Rest ist eher ungenießbar und schmeckt auch überhaupt nicht.

Welche Elemente können Sie für einen Naturgarten besonders empfehlen, der für Kinder attraktiv sein soll?

Verstecke aus robusten heimischen Büsche, an denen auch mal ein Ast abgebrochen werden darf, dann Kletterbäume, etwas zum Bauen und Verändern, Sand, Wasser, Matsche, Kies. Und natürlich Wildblumen, Blumen, Blumen….denn nur so kommen auch heimische Tiere zum Erleben.

Natur erleben Kinder

Und zuletzt: Mit genügend Geld und Platz kann jeder einen tollen Garten anlegen. Was würden Sie aber einer Familie mit beschränktem Budget raten, die einen kleinen Reihenhausgarten naturnah und trotzdem kindgerecht anlegen will?

Man kann ganz einfach und kostengünstig naturnah werden: Wasser aus der Dachrinne in den Garten leiten in ein Kies- oder Sandbeet, drumherum ein paar Findlinge und Baumstämme, fertig ist das Spielparadies. Als Hecke aber mal keine Thuja, sondern heimische Büsche, in die vielleicht noch eine wunderschöne Wildblumensaat kommt. Mehr dazu auf meiner Webseite oder auf der des Naturgarten e.V. Das alles kostet bei Eigeninitiative nicht mehr als € 500,–.

Herr Dr. Witt, ich danke Ihnen sehr herzlich für das Interview und die vielen Ideen für einen naturnahen Garten für Kinder!

P.S.: Reinhard Witt betreibt auf seiner Homepage einen Online-Buchshop, in dem einige seiner Bücher erhältlich sind – darunter auch manche, die im Buchhandel bereits vergriffen sind. Klicken Sie einfach auf eins der abgebildeten Buchcover und stöbern Sie ein bisschen…

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